Cum-Ex Papers
Foto: Anja Beutler
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Infos zur Veranstaltung

  • Aktueller Hinweis!

    In unserer Ankündigung der Theatergastspiele aus Hamburg, die wir in der laufenden Saison bei uns im Burghof Lörrach zu Gast haben, wurden versehentlich alle drei Produktionen dem Ohnsorg-Theater zugeschrieben. Tatsächlich sind „Professor Mamlock“ und „Cum-Ex Papers“ Produktionen anderer Hamburger Bühnen. Wir bitten diesen redaktionellen Fehler zu entschuldigen. 

    Die angekündigten Besetzungen und Inszenierungen sowie die kommunizierten Inhalte selbst bleiben unverändert. Selbstverständlich behalten alle Tickets ihre Gültigkeit. 

    Sollten Sie Ihr Ticket aufgrund dieser Korrektur zurückgeben möchten, ist das möglich – bitte wenden Sie sich in diesem Fall an die Vorverkaufsstelle, bei der das Ticket erworben wurde. Wir danken Ihnen für Ihr Verständnis.

  • Künstler:innengespräch

    Im Anschluss findet ein Künstlergespräch im Saal statt.

Theater

MI | 21.01.26 | 20 Uhr

€ 49/39/29

Tickets

Cum-Ex Papers Eine Recherche zum entfesselten Finanzwesen

Burghof
Bild Cum-Ex Papers
Foto: Anja Beutler
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Wir bieten Ihnen ein Geschäft an. Wir geben Ihnen 100 Euro. Sie geben uns dafür 200 Euro zurück. Das klingt nach einem schlechten Deal? Willkommen in der Welt des verbrecherischen Steuerbetrugs! Das Finanzwesen hat sich von jeder Kontrolle und Ethik gelöst. Doch mit welcher Rechtfertigung lehnen Investoren und Banken die Gemeinschaft ab? Wer empört sich darüber? Warum liegt die Strafverfolgung weit hinter den Tricksern zurück?
Mit „Cum-Ex Papers“ erzählt das Ensemble auf Grundlage der Rechercheergebnisse zu den Cum-Ex-Geschäften einen spannenden Wirtschaftsthriller über die Parallelgesellschaft eines entfesselten Finanzwesens. Am 18. Oktober 2018 um sechs Uhr morgens veröffentlichten 19 vom Recherchezentrum Correctiv koordinierte Medien zeitgleich den größten Steuerraub in der Geschichte Europas. Das Finanzwesen hatte sich von jeder Kontrolle und Ethik gelöst. Investoren, Banken und Börsenspekulanten ließen sich europaweit unrechtmäßig um die 55 Milliarden Euro als Steuer vom Fiskus erstatten.

Mit:

Ruth Marie Kröger, Jonas Anders, Günter Schaupp (Schauspiel); Helge Schmidt (Regie); Franziska Bulban, Alexandra Rojkov (Recherche, Text); Jonas Woltemate (Choreografie); LANIKA (Ausstattung); Johanna Seitz (Video); Frieder Hepting (Musik); Sönke C. Herm (Licht); Zwei Eulen (Produktionsleitung); Laura Uhlig (Produktionsassistenz).
Eine Produktion von Helge Schmidt und Team in Kooperation mit dem Lichthof Theater Hamburg.

 

Gefördert durch die Freie und Hansestadt Hamburg, Behörde für Kultur und Medien und den Fonds Darstellende Künste, die Ilse und Dr. Horst Rusch-Stiftung sowie durch das Netzwerk Freier Theater.

Tipp: Bei Kauf von Karten für alle drei Theater-Gastspiele aus Hamburg (MI, 21.01.26 / DO, 23.04.26 / DI, 05.05.26) erhalten Sie 15% Nachlass auf alle Tickets.
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Empfehlungen:

  • Grafik: zVg

    Theater

    SA | 17.01.26 | 20 Uhr

    Burgfestspiele Tartuffe der Betrüger

    Eine Komödie über Scheinheiligkeit, Manipulation und Hörigkeit. Orgon ist, ebenso wie seine Mutter Madame Pernelle, begeistert von Tartuffes Frömmigkeit. Er holt ihn deshalb aus armen Verhältnissen und quartiert ihn bei sich zu Hause ein. Während Tartuffe sich dort von vorne bis hinten verwöhnen lässt, macht er dem Rest der Familie Vorhaltungen bezüglich ihres unmoralischen Lebenswandels. Diese wiederum warnen Orgon vor dem scheinheiligen Betrüger Tartuffe. Orgon aber ficht das nicht an und überlegt sich gar, seine Tochter Marianne mit Tartuffe zu verheiraten, obwohl diese Valère liebt und er ihr schon von Orgon versprochen wurde. Dies führt natürlich zu Streitereien mit vielen humorvollen Situationen.

    Über die Inszenierung:
    Hinter einer guten Komödie steht immer entweder eine glaubhafte Tragödie – oder eine kluge Gesellschaftskritik. Wer Molières Stück liest, dem fallen zahlreiche Sätze ins Auge, die zwei gegenwärtige gesellschaftliche Aspekte widerspiegeln: Zum einen, wie leicht Menschen durch Lug und Trug hinters Licht geführt werden können und wie schwer sie sich gegebenenfalls dabei tun, sich ihren Irrtum einzugestehen und stattdessen lieber gesellschaftliche Gräben entstehen lassen. Und zum anderen die dominierende Thematisierung des „um sich selbst Kümmerns“ gegenüber des „gemeinschaftlichen Handelns“. Werte wie Rücksichtnahme, Hilfsbereitschaft oder Kompromissbereitschaftscheinen zunehmend verdrängt zu werden von Begriffen wie Selfcare, Selbstoptimierung, Me Timeoder Halte dich von Menschen fern, die dir nicht guttun. Es wird sanft verpackte Egozentrik gelebt, die in den Praktiken des Yoga und der Meditation ihre physische und psychische Vollendung finden kann. Das Lug-und-Trug-Stück in einem Yoga-Ashram spielen zu lassen war somit eine logische Konsequenz. In diesem Setting entfaltet sich eine Komödie, die vor Ironie und Sarkasmus nur so sprüht. Die Herausforderung dabei ist, beides freizulegen und das Stück vom typischen „Klassiker Ballast“ zu befreien und ein farbenprächtiges und witziges Schauspiel auf die Bühne zu bringen. Für die Schauspieler bedeutet dies, die zum Teil künstliche Sprache, modern, leicht und „selbstverständlich“ klingen zu lassen und mit dem typischen Komödientempo und -timing in Einklang zu bringen. Komödie ist Königsdisziplin! Und Sie werden „Könige“ auf der Bühne erleben. Viel Vergnügen!

    Burghof
  • Foto: Armin Weigel

    Theater

    Musiktheater

    DO | 12.03.26 | 20 Uhr

    Das Spil Ein musikalisches Kammerspiel von Ecco Meineke

    Janusz Korczak war ein polnischer Pädagoge jüdischer Abstammung, der während des Zweiten Weltkriegs im Vernichtungslager Treblinka ermordet wurde. Bereits während seines Lebens, doch vor allem nach seinem Tod erlangte er Berühmtheit aufgrund seiner Kinderbücher und seines Einsatzes für Kinder im Warschauer Ghetto – man nennt ihn nicht umsonst den „Vater der Kinderrechte“. 2022 verfasste der Münchner Autor und Musiker Ecco Meineke ein musikalisches Kammerspiel über das Leben und Wirken Korczaks. Darin wird sein Leben aus der Perspektive von sechs jungen Menschen erzählt, die im Laufe des Stücks herausfinden, dass sie Nachkommen derjenigen Kinder sind, die im Warschauer Waisenhaus mit Korczak in Verbindung kamen. Studierende der Hochschule für Darstellende Kunst und Musik Stuttgart präsentieren das beklemmende, aber auch berührende Kammerspiel und werden dabei von einer sechsköpfigen Klezmer-Band begleitet.

    Burghof
  • Foto: G2 Baraniak

    Theater

    DO | 23.04.26 | 20 Uhr

    Professor Mamlock Schauspiel von Friedrich Wolf

    Deutschland 1932: der weltberühmte jüdische Arzt Professor Mamlock bemüht sich, seine Arbeit und seine Klinik von allen politischen Auseinandersetzungen fernzuhalten. Im Vertrauen auf „das Gute“ im Menschen arbeitet Mamlock weiter unter den rassistischen Machthabern. Auch Familie, Wissenschaft und Gerechtigkeit sind für ihn ewige Werte. Aus diesem Grunde glaubt er nicht, dass er nach der Machtergreifung der Nazis als Jude nicht mehr Deutscher sein darf. Doch er wird entlassen und seine deutschen Freunde lassen ihn im Stich. Sein Leben bricht zusammen. Der Arzt und Schriftsteller Friedrich Wolf verfasste „Professor Mamlock“ kurz nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten im Exil. Heute nehmen Übergriffe auf Synagogen, Moscheen und Flüchtlingsheime stetig zu; die Abneigung gegen das Fremde wächst, und gleichzeitig verstummt die Menge, der es voller Entsetzen die Sprache verschlägt. Die Inszenierung dreht sich auch um die Frage: Wie schnell kann eine Gesellschaft ihre eigene Geschichte verleugnen oder vergessen?

    Burghof